Aufholjagd nur einmal gelungen

Herren II, 4. Liga Kleinfeld
Runde 4, 20.11.2011
Sporthalle Andelfingen, Andelfingen 

Am Sonntag 20. November traf sich das Herren Kleinfeldteam des UHC Opfikon-Glattbrugg zum letzten Mal im Jahr 2011 für die zwei anstehenden Meisterschaftsspiele. In der Hoffnung nicht zum letzten Mal als Gruppenerster anzutreten, machte man sich auf den Weg nach Andelfingen. Mit dem bisher gewonnenen Selbstvertrauen nahm das Team die Spiele an diesem schönen Sonntagnachmittag in Angriff. Die durch Abwesenheiten und Verletzungen ersatzgeschwächten Opfiker mussten sich gegen Tabellenschlusslicht Zürich-Affoltern, sowie die drittplatzierten Winterthur United beweisen.

LineUp UHCOG:
Stefan Plüss, Jonas Landolt (beide TW); Sebastian Ladner, Roger Wipf; Claudio Holenstein, Martin Höllrigl, Marc Cahannes; Daniel Boll (c), Renato Peyer, Rolf Wehrli.Rekonvaleszent: Nader Rizk (TW); Ueli Altorfer, Kevin Böhnel, Thomas Plüss. 

UHC Opfikon-Glattbrugg – Sportclub Zürich-Affoltern 7:6 (3:5 4:1) 

Nach einer kernigen Ansprache von Spielertrainer Sebastian Ladner und dem obligaten Einspielen wurde das Spiel lanciert. Die Affolterner traten mit drei Spiellinien an und sorgten so bereits zu Beginn für ein schnelles Spiel. Dies überforderte zum Teil die Ordnung in den Reihen von Opfikon-Glattbrugg und endete damit, dass das erste Tor zu Gunsten des Sportclubs Zürich-Affoltern fiel. Auffällig war, dass das gewöhnlich ballsichere Opfikon-Glattbrugg das Spieldiktat völlig aus den Händen gab – ja gar richtig Mühe bekundete es überhaupt in die Hände zu nehmen. Allenfalls wurde man von der körperbetonten Gangart und Laufstärke eingeschüchtert. Nebst all dem kassierten die Opfiker mehrere kleine Strafen in der ersten Halbzeit, welche kaltblütig ausgenutzt wurden. So stand es nach den ersten zwanzig Minuten 3:5 aus Sicht Opfikons.
Nach dem Pausentee nahm der UHCOG die zweite Halbzeit gestärkt in Angriff mit Besinnung zu alten Stärken. Diesmal schien die Ansprache zu nützen, denn in der 26 Minute konnten die Opfiker den Anschlusstreffer zum 4:5 erzielen. Das Spiel war nicht nur durch die Knappheit des Resultats geprägt, sondern auch durch den pingelig genauen, oft auch ungenauen Schiedsrichter. Dieser erstaunte nicht nur die Zuschauer mit zum Teil fragwürdigen und inkonsequenten Entscheide. So hatte Sebastian Ladner in der 28. Minute die Möglichkeit mittels Penalty den Ausgleich zu erzielen - Leider blieb es bei der Möglichkeit. Es war an unserem Rolf Wehrli, durch seine Balleroberung in der gegnerischen Hälfte und dem darauffolgendem satten Schuss, das Spiel neu zu lancieren. Nur wenige Spielminuten später übernahm das Team aus Opfikon die erstmalige Führung und strebte nun nach dem Sieg. Die durch einige Strafen geprägte Schlussphase und durch einen zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torwarts des Gegners setzte den Opfikern zu. Und so kam es wie es kommen musste, man erhielt den Ausgleich zum 6:6. Nach diesem Schock verblieben noch knapp 100 Sekunden effektive Spielzeit. Stets an den Sieg glaubend, übernahm Martin Höllrigl auf Zuspiel von Marc Cahannes die Initiative und konnte mit List zum entscheidenden 7:6 einschieben. Mit Glück und Wille konnte dieser Sieg ins Trockene gebracht werden.

Zusammenfassung:
04’, 0:1
09’, 0:2
11’, 1:2 Martin Höllrigl (Marc Cahannes)
13’, 1:3
15’, 1:4
16’, 1:5
17’, 2:5 Roger Wipf
19’, 3:5 Renato Peyer (Sebastian Ladner)
26’, 4:5 Sebastian Ladner (Renato Peyer)
36’, 5:5 Rolf Wehrli
36’, 6:5 Renato Peyer (Daniel Boll)
39‘, 6:6
39‘, 7:6 Martin Höllrigl (Marc Cahannes)

UHC Opfikon-Glattbrugg – UHC Winterthur United 4:6 (1:5 3:1) 

Der zweite Gegner aus Winterthur war um einiges besser klassiert als Zürich-Affoltern. Allen Teammitgliedern war bewusst, dass nur mit einer Leistungssteigerung ein Sieg errungen werden konnte. Jedoch erwischte das Kleinfeldteam einen denkbar schwachen Start. Bereits in der zweiten Minute eröffnet der UHC Winterthur United den Score. In der Folge machte der Gegner das Spiel. Der Spielaufbau von Opfikon-Glattbrugg funktioniert nicht, die Abstimmung in den Reihen suchte man vergeblich. Etwas glücklich und durch eine Unsicherheit der Winterthurer konnte man in der neunten Minute ausgleichen. Den Verlauf des Spiels veränderte das Tor aber nicht. Durch diverse ungenaue Zuspiele und Pech konnten die Eulachstädter den Vorspruch bis auf 6:1 ausbauen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch gut elf Minuten zu spielen. Nach einem Timeout und gehörig Wut im Bauch, waren die Opfiker für einen Schlussspurt bereit. Das Rezept schien aufzugehen! Die Linie um Claudio Holenstein, Martin Höllrigl und Marc Cahannes konnte innerhalb von drei Minuten zwei Tore erzielen. Schaute man auf die Anzeigetafel welche beim Tor zum 3:6 bei 36:47 stehen blieb, sahen sich die Pessimisten im Vorteil. Sie sollten recht erhalten! Der Treffer zum 4:6 von Roger Wipf in der 39. Minute war nur noch Resultatkosmetik - leider. Der Spitzenkampf ging verdientermassen an die Winterthurer. Das Spiel war spannend und unterhaltsam bis zum Schluss. Für einen Sieg zu Gunsten Opfikon-Glattbrugg fehlte das Wettkampfglück und ein konzentrierter Spielaufbau. Schade. An der nächsten und fünften Runde der Saison in Hüttwilen am Sonntag 8. Januar 2012 wird die Hinrunde mit einem Spiel gegen den Gastgeber Blue Mavericks Hüttwilen (Rang 9) beendet und nach einem Spiel Pause sogleich die Rückrunde gegen Grasshoppers aus Zürich (Rang 5) in Angriff genommen. Zurzeit befindet sich der UHCOG auf dem 2. Rang. Werden in der Rückrunde Spiele wie die gegen Winterthur-United gewonnen, kann das Kleinfeldteam diese Saison das hoch gesteckte Ziel Aufstieg zur Wahrheit werden lassen. 

Zusammenfassung:
02’, 0:1
09’, 1:1 Renato Peyer (Rolf Wehrli)
11’, 1:2
13’, 1:3
18’, 1:4
20’, 1:5
29’, 1:6
33’, 2:6 Marc Cahannes (Claudio Holenstein)
36’, 3:6 Claudio Holenstein (Marc Cahannes)
38’, 4:6 Roger Wipf (Daniel Boll) 

Renato Peyer